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Aktuelles / Projekte / 2017

Katalogpräsentation, Die Irrenden, Europäische Defigurationen, 24. April 2017, Kunstraum München, 19 Uhr,

Die Irrenden, Europäische Defigurationen, Katalog, PDF

Die Berliner Künstlergruppe bankleer stellt ihren aktuellen Katalog vor, der das Projekt „Die Irrenden. Europäische Defigurationen“ dokumentiert, das im letzten Sommer auf dem Münchner Max-Joseph-Max stattgefunden hat. Mit Sounds (Patrik Catani) und Rezitationen zu „Die Irrenden“ sowie Inserts zu Bachtin, Rabelais und dem politischen Künstler als Panurgen.  (mit Olaf Becker und Daniela Stöppel).

Titel: Die Irrenden. Europäische Defigurationen           
Herausgeber: bankleer                                                      
Texte: Daniele Stöppel und bankleer                        
Gestaltung: Till Sperrle                                                      
64 Seiten, De/En                                                         
Gefördert durch das Kulturreferat München

Einige Informationen zur Film- und Vortragsreihe:

Positive Zukunftsentwürfe, wie sie die Kunst der 1960er und 1970er Jahre noch ganz selbstverständlich bestimmten, wirken in einem postutopischen wie gleichermaßen posthumanen Zeitalter häufig wie anachronistische Relikte einer anderen Zeitrechnung. Der Zukunftsoptimismus erscheint regelrecht eingeklemmt zu sein zwischen einem Angriff von rechts als naives Gutmenschentum oder einem linken Abtun als gezielte Verblendungsstrategie. Lässt sich das Einüben von Zukunftstechniken tatsächlich auf pragmatische Vorsorge- und Prepperstrategien, eine Verteidigung des Status Quo oder eine vermeintliche Kreativität des Entrepreneurships reduzieren? Gibt es nicht historische und gegenwärtige Modelle von Emphase, Bejahung, Spaß und positivem Denken, die sich für einen – wenngleich korrumpierten – , aber möglicherweise doch wirksamen Begriff von Freiheit in Anschlag bringen lassen? Wie wäre eine erneuerte Theorie des Komischen und des Lachens?

Die Reihe fokussiert, in Lang- und Kurzfilmen oder mit Video und Performance, Zukunftsentwürfe jenseits von Weltuntergangskatastrophen oder technischer Utopien, die positive Handlungsmuster des sozialen und ökonomischen Zusammenlebens entwickeln. Sie befragt in kritischen Gesprächen deren aktuelles handlungspolitisches und theoriebildendes Potential.