Arbeiten / Performances / 2024
umwölkt, Kunstplatz am Graben / Pestsäule Wien, Sommer/Herbst 2024

Die performative Skulptur UMWÖLKT nimmt Bezug auf die Pestsäule, dem Leid und der Verzweiflung zu ihrem Fuße und dem transzendierten Raum an dessen Spitze.
Schauspielerinnen beklettert und bespielt die Skulptur und verwandeln sie in ein szenisches Objekt, geben ihm eine Stimme, die zur Pestsäule und den Menschen spricht. Dafür klettern Schauspielerinnen in das Innere der Skulptur und strecken ihre Arme, Beine oder Kopf durch Öffnungen in der Skulptur, während Sie einen Dialog mit dem Höheren führen. Weitere Performerinnen beklettern die Skulptur von außen und positionieren sich sitzend, stehend, hängend, liegend, herabschauend, nach oben blickend. Die Haltungen nehmen Bezug auf die verschiedenen Engel und Heiligen Statuen welche in der Wolkenspirale der Pestsäule eingearbeitet sind und den giftigen Winden der Pest Einhalt gebieten.
Wir beziehen uns u.a. auf Lodovico Burnacini, einer der beim Entwurf und Bau der Pestsäule maßgeblich beteiligten Künstler. Burnacini, der in enger Verbindung zu den barocken Faschingsfesten und Grotesken Komödie steht und dabei höllische Visionen mit Fasching vermischt. Dies ermöglicht einen hybriden Blick auf die Pestsäule als ein Amalgam aus Heiligem und Profane und weitet den Blick für das Groteske mit seinen Auswüchsen, Verzweigungen, Wölbungen, Körperdramen, des nicht Abgegrenzten und Offenen – der Auflösung zwischen Aufführung, Prozession und Ausstellung.
SchauspielerInnen: Charlie Sondermann und Niels Karlson Hering







